Afrika – Land der Paviane

Tropische Regenwälder, Berge oder Küstenregionen – überall fühlen sich Paviane wohl und doch leben die meisten von ihnen in Afrika. Viel Platz und weite Flächen machen den schwarzen Kontinent für die sozialen Primaten so beliebt, dass sie fast überall dort zu finden sind.

Paviane gehören zu den Primaten und können in bis zu fünf verschiedene Arten – nämlich Mantelpaviane, Anubispaviane, Steppenpaviane, Bärenpaviane und Guinea-Paviane – unterschieden werden. Alle diese Arten kommen vornehmlich in Afrika vor, sind vereinzelt jedoch in Asien, Südamerika und anderen Regionen anzutreffen.

Eine große Familie

Afrika bietet Pavianen einen idealen Lebensraum

Afrika bietet Pavianen einen idealen Lebensraum

Allen genannten und auch in Afrika vorkommenden Unterarten der Paviane ist eine sehr ähnliche Lebensweise gemeinsam. Wie alle Primaten leben auch Paviane in Gruppen, die aus Familienverbänden bestehen. Die Anzahl der Individuen in einer Gruppe unterliegen dabei Schwankungen von 10 bis zu 200 Tieren. Unterschieden wird dabei zwischen Haremsgruppen, wie sie zum Beispiel die Mantelpaviane bilden, und gemischten Gruppen, wie bei den Anubispavianen. In Haremsgruppen wacht ein Männchen über mehrere Weibchen und ist für deren Sicherheit und Versorgung verantwortlich. Die gemischten Gruppen hingegen bestehen aus mehreren Männchen und Weibchen, die mehr oder weniger autonom nebeneinander leben. Beim Gruppenzusammenschluss verlässt ein in der Gruppe geborenes Männchen diese mit eintreten der Geschlechtsreife und kämpft mit dem Alphamännchen einer anderen Gruppe um die Führung dieser.

Gesellige Spezialisten

Die großen Zusammenschlüsse der Tiere machen Afrika zu einem idealen Lebensraum für Paviane, denn die weiten Flächen bieten viel Platz. Dabei haben sich Paviane in ihrer Lebensweise stark an Afrika angepasst. So können sie zwar hervorragend klettern, sind im Gegensatz zu vielen anderen Primaten aber nicht auf Bäume angewiesen sondern leben die meiste Zeit auf dem Boden. Lediglich zum schlafen ziehen sie sich auf höher gelegene Plätze, wie zum Beispiel hohe Felsen, zurück.

Auch die Ernährung der Paviane ist auf karge Lebensräume eingestellt. Die Tiere leben von Gräsern, Samen und Wurzeln, verspeisen aber auch Kleinsäuger und Insekten. Je nach Region stehen außerdem Pflanzen und Obst auf dem Speiseplan. Mit der Fähigkeit auch mit kargen Nahrungsbedingungen zurecht zu kommen, weisen Paviane einen enormen Vorteil gegenüber anderen Primaten auf und haben so weniger mit Nahrungskonkurrenz zu kämpfen. Auch aus diesem Grund ist Afrika für die Tiere geradezu ideal.

Tatsächlich ist das Nahrungsangebot so reichhaltig, dass bereits beobachtet werden konnte, wie sich Alphamännchen am Morgen “absprachen”, in welche Regionen sie ihre Gruppe führen sollten. Auf Nahrungssuche legen Paviane so sechs bis sechzehn Kilometer zurück. In der Nähe des Menschen wird die Nahrung bei Pavianen jedoch nicht selten zum Problem. So warnen am Kap der guten Hoffnungen, an der Südspitze von Afrika, Schilder davor, die Tiere zu füttern. Diese reagieren zuweilen aggressiv, sodass es bereits zu einigen Unfällen gekommen ist.

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